Samstag, 18. Juni 2016

Salzwedel

Ruhe, Pause, es ging nicht mehr. Bin in Salzwedel, einer wirklich sehr hübschen, mittelalterlich anmutenden Fachwerkhaus Stadt.
Sie ist "gut" durch den Krieg gekommen und wurde auch zu DDR Zeiten nicht kaputt saniert. Sie war im Mittelalter eine sehr reiche Hansestadt und muss nun für ihr wirtschaftliches Auskommen erfinderisch sein.
Was mich an Städten, Kleinstädten in den neuen Bundesländern sehr freut, ist ihr eigenständiger Charme. Sie sind nicht voll geknallt mit Markenketten. Im Westen sieht doch jede Stadt gleich aus mit ihren H&Ms, Lidls, Tschibos, etc. Hier gibt es eher noch Kleinkunst, Handwerk, Tauschgeschäfte und in jeder Stadt vietnamesische oder chinesische Kramlädenwie "HongKong Textilien".
In Salzwedel wurde 1807 der Baumkuchen erfunden. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass eine Konditorei das Monopol hat. Ich habe ihn probiert und finde ihn jetzt nicht herausragend für die viele Arbeit. Er wird ja wie ein Döner nur horizontal statt vertikal auf einen Spieß aufgewickelt und lagenweise gebacken.

Es sind wunderschöne Bauten in Fachwerk oder Backsteingotik zu besichtigen. Heute war hier in einer Kirche Abiturzeugnisausgabe und nebenan fand ein Jugendsport Basketballevent mit HipHop Musik statt.
Die Abimädels trugen entweder lang oder seeeehr kurz und liefen auf dünnen, hohen Hacken. Das Gestakse erinnerte mich ein wenig an die Störche, die ich in den letzten Tagen sehen durfte.
Der Charme der Stadt resultiert aus der Ansammlung der wunderschönen Gebäude innerhalb einer gut erhaltenen Stadtmauer und den von der Jeetze abgehenden Wasserläufen, die die Stadt durchziehen.
Es war schön, diesen Tag in der schönen Stadt zu verschlendern. Gleich schaue und höre ich mir noch ein Konzert mit Trompete und Orgel in der beeindruckenden Katharinenkirche an und freue mich dann so langsam wieder auf die Weiterreise zu gehen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen